Aufgrund der unterschiedlichen Methoden der Gasverdichtung lassen sich Gebläse in drei Haupttypen einteilen:
Zentrifugalgebläse: Diese verdichten Gas mithilfe der Zentrifugalkraft, die durch die Drehung eines Laufrads erzeugt wird, und eignen sich für Anwendungen mit mittlerem bis hohem{0}Druck. Ein in einer Kläranlage eingesetztes mehrstufiges Radialgebläse mit vier in Reihe geschalteten Laufrädern kann den Luftdruck auf 100 kPa erhöhen und wird in Tiefwasserbelüftungssystemen eingesetzt. Sein Vorteil liegt in der stabilen Durchflussrate, es gibt jedoch Betriebseinschränkungen aufgrund von Druckstößen.
Roots-Gebläse: Diese verwenden zwei „Acht“-förmige Rotoren zum Transport von Gas und gehören zu den Verdrängermaschinen. Ein in einem Zementwerk eingesetztes dreiflügeliges Roots-Gebläse mit einer Drehzahl von 980 U/min hat ein Fördervolumen von 60 m³/min und eignet sich daher besonders für staubige Umgebungen. Sein herausragendes Merkmal ist, dass die Durchflussmenge streng proportional zur Drehzahl ist, es jedoch zu erheblichen pulsierenden Geräuschen kommt.
Axialgebläse: Gas strömt axial, geeignet für Anwendungen mit hohem Durchfluss und niedrigem Druck. Ein im Kühlturm eines Kraftwerks eingesetzter Axialventilator hat einen Durchmesser von 8 Metern und einen Luftstrom von über 1000 m³/s, wodurch der Energieverbrauch im Vergleich zu herkömmlichen Modellen um 18 % gesenkt wird. Die neue Technologie mit einstellbaren Messern ermöglicht die Aufrechterhaltung einer hohen Effizienz unter wechselnden Betriebsbedingungen.





